Weltwärts

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt.

 
13Mai
2014

Neue Aufgaben

Halli Hallo,

so jetzt steht es endlich fest. Nach einigem hin und her kann ich nun ab Donnerstag wieder anfangen zu arbeiten.

Das Projekt heißt Ya Bana (www.yabana.co.za) und ist in der Nähe von Pretoria in einem "Armenviertel", das sich jedoch total gut weiter entwickelt. Bei Ya Bana leben 32 Kinder, die keine Eltern mehr haben. Auf dem Gelände gibt es vier Häuser in denen jeweils 6-8 Kinder mit einer "Hausmutter" leben, sodass jees Haus wie eine größere Familie ist. Das Projekt möchte den Kindern ein möglichst normales Familienleben geben und die Kinder auf ein Leben außerhalb von dem Projekt vorbereiten. Es ist eine relativ neue Organisation, wodurch noch viele Sachen geregelt werden müssen. Vormittags, wenn die Kinder in der Schule oder im Kindergarten sind, wird es meine Aufgabe sein, organisatorische Sachen zu regeln wie z.B. die Abläufe effizienter zu gestalten, Essenspläne entwickeln und so weiter. Nachmittags werde ich dann die Zeit mit den Kindern verbringen und natürlich ganz normal mit ihnen spielen aber auch den Älteren Sprachen oder den Umgang mit Computern beibringen. Ich hoffe sehr, dass es eine schöne Zeit wird und ich viel Arbeit bekomme.

Irgendwie spinnt hier momentan das Hochladen der Bilder, aber immerhin konnte ich ein paar Bilder aus dem Urlaub hochladen:

 

Liebe Grüße Hannah

08Mai
2014

Urlaubsbericht

Hallo ihr Lieben,

ja leider ist es in den letzten Wochen etwas zu kurz gekommen, hier etwas zu schreiben. Aber das hole ich jetzt wieder nach.

Der Urlaub war total toll. Erst sind Nicolas und ich zwei Wochen durch den Süden Namibias gefahren. Von Windhoek aus ging es über Keetmanshoop zum Fish River Canyon, von da aus in die Tirasberge (dort haben wir auf einer kleinen Farm bei einer sehr netten alten deutschen Dame gelebt), dann in die Namib-Wüste und anschließend nach Swakopmund. Das waren insgesamt 3000 km, die wir zurückgelegt haben und in der Zeit haben wir wirklich tolle Sachen gesehen und viele unterschiedliche Landschaften gesehen und nette Leute kennen gelernt.

Danach haben wir Papa in Windhoek abgeholt und sind dann in den Norden Namibias gefahren. Erst waren wir vier Tage im Etoscha Park gewesen, wo wir viele Tiere gesehen haben. Als wir davon genug gesehen haben, sind wir nach Tsumeb gefahren und haben uns dort in der Nähe zwei verschiedene Projekte angeschaut, die mit den San (einer Bevölkerungsgruppe Namibias) arbeiten. Es war wirklich total interessant zu sehen, wie die San traditionell leben und wie versucht wird, sie in die Gesellschaft einzugliedern. Zum Abschluss haben wir noch zwei Nächte auf einer Farm in der Nähe Windhoeks verbracht, auf der Nico und Papa wandern konnten und ich reiten durfte. Das war wirklich ein toller Abschluss von Namibia. Ich bin sehr froh, dass ich das Land und die Leute näher kennen lernen konnte. Es ist wirklich so vielseitig und interessant und ich hoffe, dass es nicht mein letzter Besuch dort war.

Ja letzten Mittwoch sind wir dann nach Südafrika geflogen. Wir waren vier Tage im Krüger-Park und haben sehr, sehr viele Tiere gesehen (Leoparden, Geparden, Löwen, Elefanten…) und seit Montag bin ich nun in Pretoria bei Bekannten von uns. Hier kann ich erstmal wohnen, bis ich alles organisiert habe. Am Dienstag habe ich mir auch ein Projekt, das sie mir empfohlen haben angeschaut und dort werde ich dann wahrscheinlich nächste Woche anfangen zu arbeiten. Wenn alles sicher ist werde ich euch noch genauer berichten, was das ist.

Liebe Grüße Hannah

10April
2014

Die letzten Tage

Halli Hallo,

meine letzten Tage sind nun angebrochen und irgendwie war die letzte Zeit noch etwas hektisch. Am Montag ist die Familie von dem Pater gekommen, da er sein 60 Jähriges Jubiläum feiert. Sie sind sehr nett und haben zwei Kinder in meinem Alter. Da waren die Kinder natürlich hin und weg, als sie direkt 4 Weiße auf einmal gesehen haben, die mit ihnen spielen wollten. Da standen dann direkt 200 Kinder um uns herum. Am Montag hatten wir dann auch mal wieder eine Schlange und als die Kinder das erfahren haben, wollten sie sie direkt alle steinigen. Da wurden dann halbe Felsbrocken angeschleppt, die sie kaum tragen konnten aber die Schlange konnte trotzdem entwischen. Die hat jetzt bestimmt einen Schock fürs Leben. Ansonsten ist gar nicht so viel passiert. Ich spiele ziemlich viel mit den Kindern und versuche, die Zeit so gut es geht noch zu nutzen. Achja und einen Kuchen habe ich gebacken. Das überragende Ergebnis könnt ihr unten sehen.

Einerseits freue ich mich auf die neuen Erfahrungen, die ich machen werde aber andererseits werde ich hier natürlich auch Dinge vermissen. Was ich wohl am Meisten vermissen werde? Vor Allem natürlich die Kinder. Dass nachmittags ein Kind vor meinem Fenster steht und mich ruft, um mit mir zu spielen. Oder wie kreativ sie dabei sind, sich ohne irgendwelche Spielsachen zu beschäftigen. Auch das schöne Singen und Tanzen während der Gottesdienste werde ich wohl vermissen (ich wollte euch eigentlich ein Video anhängen aber leider ging das irgendwie nicht). Aber auch einiges am Leben mit den Schwestern. Natürlich war es nicht immer einfach (vor Allem die Einsamkeit werde ich wohl nicht vermissen), aber ich habe hier auf jeden Fall gelernt, dass man machmal Dinge einfach akzeptieren muss, wie sie kommen und dass man eben nicht immer eine Wahl hat. Ich fand es wirklich beeindruckend zu sehen, wie die Schwestern ihr ganzes Leben für die Gemeinschaft aufgegeben haben und teilweise Dinge angenommen und akzeptiert haben, wo wir uns wohl direkt beschweren würden...

Ich werde versuchen, auch aus dem Urlaub so oft es geht zu schreiben und euch auf dem Laufenden zu halten.

 

Liebe Grüße

Hannah

 

23März
2014

Wochenendaktivitaeten

Hey,

mein letzter Eintrag ist ja schon wieder etwas laenger her, also halte ich euch mal wieder auf dem neusten Stand. 

Letztes Wochenende habe ich endlich mein "Projekt" gemacht, mit den Kindern Luftballons mit Zeitung zu bekleben und dann Gesichter daraus zu machen. Allerdings war es dann doch kein so riesiges Projekt, da die Kinder schon nach 1,5 Stunden damit fertig waren und am Ende die Haelfte von den Jungen zerstochen wurde. An diesem Wochenende waren alle Kinder bei ihren Familien, da Independence Day war. Also wurden schon am Mittwoch alle Sachen gewaschen, die Haare gepflochten und saemtliche Habschaften in Koffer gepackt, als wuerden sie ausziehen. Die Koffer wurden dann alle in einer langen Reihe entlang des Zauns gestapelt. Die Kinder waren natuerlich total aufgeregt und haben sich total gefreut, dass sie endlich ihre Familien wiedersehen koennen (das erste Mal seit mitte Januar). 

Dadurch, dass die Kinder dann nicht da waren, musste ich mir ein Alternativprogramm ueberlegen. Also haben wir uns ueberlegt, am Freitag zu einer Farm zu fahren. Am Donnerstag Abend sind wir dann schonmal nach Gobabis gefahren, um zu tanken und haben bei der Gelegenheit auch direkt ein Restaurant besucht (mein erster Alkohl seit ich hier bin - ein Glas Weisswein fuer 1,30 Euro). Am Freitag Morgen bin ich also mit dem Zahnarzt und den beiden Helferinnen um 6 Uhr aufgebrochen zur Harnas-Farm, die etwa zwei Stunden entfernt ist. Auf der Farm leben Strausse, Loewen, Geparden, Leoparden, Affen und Krokodile. Wir haben eine Safari-Tour mitgemacht und konnten bei der Fuetterung der Tiere dabei sein. Es war wirklich eine schoene Farm, die super gepflegt und interessant war, sodass es ein wirklich toller Tag war. 

Gestern hat dann Pater Volk eine kleine Tour mit uns durch Gobabis gemacht, sodass wir gesehen haben, wie die Menschen hier so leben. Es war wirklich interessant zu sehen, wie die einzelnen Staemme ihre Haeuser und Gaerten unterschiedlich gestalten. Und heute durfte ich noch mit zu einer Farm, bei der der Pater eine Freiluftmesse gehalten hat. Das Wochenende wawr also wirklich schoen und sehr ereignisreich. 

Wie manche von euch vielleicht schon gehoert haben, werde ich wenn die Ferien anfangen meine Arbeit hier beenden. Ich habe auf jeden Fall viele gute Erfahrungen hier sammeln koennen und auch viel gelernt. Allerdings bin ich glaube ich nicht der richtige Mensch dafuer, so wenig "helfen" zu koennen und ich haette es mir einfach anders vorgestellt, dass ich noch viel mehr unterrichten kann. Auch wie es ist, so viel allein zu sein und niemanden in meinem Alter zu haben, habe ich lider unterschaetzt. Trotzdem bereue ich die Zeit hier ueberhaupt nicht und glaube wie gesagt, dass es mir trotztdem viel gebracht hat. Ich werde nach meinem Urlaub nach Suedafrika gehen, und dort ersteinmal fuer den Uebergang bei einer Bekannten leben, um mir von dort aus fuer die restliche Zeit ein neues Projekt zu suchen (also falls jemand Tipps hat immer her damit). 

Jaa, ich bin mal gespannt, wie es jetzt so weiter geht und freue mich erstmal auf den Urlaub, und endlich dieses tolle Land etwas besser kennenzulernen.

Bis dahin, Hannah 

     

14März
2014

Von Zahnaerzten und Riesenkaefern

Hallo ihr Lieben,

endlich habe ich mal wieder die Moeglichkeit, nicht nur am Handy Internet zu haben, sodass ich euch ueber die neusten Neuigkeiten informieren kann. Da heute mein Unterricht ausfaellt (da die Kinder die Schule putzen muessen), habe ich auch sehr viel Zeit...

Eigentlich ist gar nicht soo viel passiert in den letzten beiden Wochen. Mein Unterricht laeuft ganz gut (manche Schueler sind motivierter, andere weniger) und ich werde wahrscheinlich auch noch zusaetzliche Stunden bekommen ab naechster Woche, damit ich die Klassen immer aufteilen kann, sodass jeder Schueler einen eigenen Computer hat. 

Vorgestern sind ein Zahnarzt und zwei Helferinnen aus Bayern gekommen, die den Kindern kostenlos die Zaehne behandeln moechten. Allerdings gibt es extreme Probleme mit der Regierung, die anscheinend irgendetwas dagegen haben, dass sie hier helfen und daher duerfen sie bislang nur die Kinder Untersuchen, aber keine Behandlung durchfuehren - was natuerlich relativ wenig Sinn macht. Es ist aber sehr schoen, mal andere Menschen hier zu haben, mit denen man sich unterhalten kann und das bringt etwas Abwechslung in den Tag. 

Gestern habe ich auf dem Weg nach Gobabis meine erste Schlange in Namibia gesehen - zum Glueck sass ich im sicheren Auto. Und vor ein paar Tagen hatte ich meinen absoluten Horror-Feind an meinem Handtuch bzw. Bein, nachdem ich geduscht habe. Ihn hier:   (das Bild musste ich etwas heranzoomen, da ich mich nicht naeher heran getraut habe, daher die schlechte Qualitaet - und ja die riesen langen Fuehler gehoeren auch zu ihm). Ich hoffe, dass ich nicht nochmal so eine innige Begegnung mit ihm haben werde, draussen auf Blaettern ist er mir naemlich eindeutig lieber. 

Seit letzter Woche kenne ich jetzt auch den Sportplatz und gehe abends immer joggen, wobei mich immer ein paar Kinder begleiten, das ist echt suess, wie die einfach neben mir herlaufen ohne ein Wort zu sagen und danach wieder ganz schuechtern verschwinden.   Es ist echt richtig schoen, beim Sonnenuntergang in so einer Umgebung zu laufen. 

Ja das waren auch schon die momentanen Neuigkeiten, sobald es wieder etwas interessantes zu berichten gibt, werde ich mich melden. Ich kann es gar nicht glauben, dass ich schon seit vier Wochen hier bin...

 

Liebe Gruesse

Hannah 

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